Beitrags-Archiv für die Kategory 'Kulinarik'

Königsbrunner Kellergassenfest

Freitag, 6. August 2010 19:09

Ein musikalischer Vorgeschmack auf das alljährliche Königsbrunner Kellergassenfest (heuer vom 3.-5. September 2010, Details hier), will sagen, eine musikalische Aufarbeitung der Speisenkarte …
(Zum Anhören das Play-Symbol oder den Titel anklicken):

Auf dem Königsbrunner Kellergassenfest

Auf dem Königsbrunner Kellergassenfest

Grammignedl, Sauagraud,
Beischl, Schdosuppm mid Schdeads,
Blunzngrestl, Kotzngschroa,
Schdeckalfisch – do locht da’s Heads!

Bromböaga und Haualabal,
Faiadola, Weinbeagschneckn,
Guads vom Wüüdschwein, Reibedatschi -
Muassd da ned scho d’ Lippm leckn?

Spiralis, Langos, Wüüdschweinschbieß,
Graudschdrudl mid Gnofisooss.
Schnitzlsemmi, Hiaschraguu -
Oiso I glaub, i iis jetzd wos!

Weana Schnitzl, Hausböaga,
Putnschnitzl, Putnschbieß,
Palatschinkn, Gschnetzeltes -
I glaub, daas i jetzt nu wos iis!

Rindfleischsülzchen, Wüüdgulasch,
Rindfleisch mid aan Semmigree,
Schbinodschdrudl mit Greitasoos -
A glaana Imbiß waa jetzt schee!

Fleischgropfm noch Oma’s Oat,
Spare Ribs, Wüüd- und Käsedölla.
Wein aum Schbieß – wos is denn dees?
Is wuaschd, dua weida, iis doch schnölla!

Bochne Gnedl mid Salod -
I glaub, daß i ma dee nu kauf.
Oda vielleicht an Kindadölla -
Glaubst san do echte Kinda drauf?

Buchtln, Tuatn, Topfmnockal,
Schlossabuam und Wäschamadl,
Heißes Küsschen, Nougatmousse -
Do wiasd gfiadad wiara Fadl!

I glaub, mia gengan laungsaum ham!
I kaun mi eeh grod nua mea wötzn!
Nau jo, a Ochdl gehd grod nu,
Und vielleicht a klaane Schdötzn!

Thema: Allotria, Gesellschaft, Kulinarik, Musik, Weinwelt | Kommentare (0) | Autor: Joachim Rogginer

Fernbedienung

Donnerstag, 30. Oktober 2008 23:11

Jetzt weiß ich endlich, warum die Fernbedienung so heißt: wenn man sie gerade bedienen möchte, ist sie meistens ferne, fern des Sofas, auf dem man grade döst, fern des Sessels, in den man sich gerade hat fallen lassen.

Es gibt sie aber auch in schlechten Wirtshäusern, diese Fernbedienung. Man wartet eine halbe Stunde auf sein Bier und merkt: die Bedienung ist fern.

Thema: Allotria, Kulinarik | Kommentare (0) | Autor: Joachim Rogginer

Schlemmertrochäen

Dienstag, 16. September 2008 20:12

grammiknedln, sauagraud,
schinknfleckal, gratiniad,
eapfigulasch mid an brod,
zölasupm, guad passiad.
knofieapfin, rahmsuppm,
eianockal und schbinod,
wuaschdgrapfal, gmischt mid an kaas,
kaasschbadsln mid graudsalod.
ravioli, paradeissoß,
eapfischöwal mid vü schbeeg,
söchrippal mid knofibrod:
do reißts da de wadln weg!

Thema: Allotria, Kulinarik, Literatur, Lyrik | Kommentare (0) | Autor: Joachim Rogginer

Kulinarische Liebeserklärung

Dienstag, 16. September 2008 20:07

Du kamst, du sahst, du siegtest
Wie Caesars Legionen -
Ein Räucherlachs mit Weißbrot
Nach Sauerkraut und Bohnen.

Thema: Allotria, Kulinarik, Literatur, Lyrik | Kommentare (0) | Autor: Joachim Rogginer

Portugiesische Überraschung in Blau

Montag, 23. Juni 2008 18:22

Der Blaue Portugieser hat ja nicht gerade den Ruf einer Spitzenrebsorte; aufgrund des hohen Ertrags, den er ohne Ausdünnung bringt, ist er eher in den untersten Regalen des Massenweinmarktes beheimatet als in den Gipfelregionen des önologischen Olymps.

Daß es natürlich auch Ausnahmen gibt, habe ich heute mit Wohlwollen festgestellt, als ich im hiesigen Weingut Franz Bayer nach einer Flasche eines schlichten Rotweines zum Aufgießen meines Sugo bolognese suchte. Ich griff zum Blauen Portugieser 2000, Ried Hochrain, 11,5 %, trocken, um knappe € 4,-.

Da ich natürlich jeden Wein, bevor ich ihn in meine kulinarischen Elaborate schütte, zuerst verkoste, hab ich das auch mit diesem Portugieser gemacht – und siehe da: die lange Lagerung von doch fast acht Jahren, die Vinifizierung oder beides haben ein unerwartet rundes Tröpfchen entstehen lassen. Was die leichte Nase nach Armagnac ankündigt, setzt sich in Geschmack und Abgang fort, das Verhältnis von Alkohol und Körper ist durchaus noch ausgewogen, wenn auch wahrscheinlich weitere ein, zwei Jahre Lagerung dieses Verhältnis zuungunsten besagten Körpers verschöben.

Wahrscheinlich kein typischer, aber vielleicht gerade deshalb ein sehr gelungener Blauer Portugieser. Und ein Beispiel dafür, daß man mit Aussagen wie “Ein Blauer Portugieser (oder Grüner Veltliner oder ….) schmeckt mir nicht!” sehr vorsichtig sein sollte. Denn nicht allein die Traube, auch der Winzer macht den Wein.

Ich für meinen Teil habe jetzt mehr von dieser Flasche in mich als in mein Sugo geschüttet.

Leider handelt es sich aber offenbar schon ein Auslaufmodell, da ich es nicht mehr auf der aktuellen Preisliste gefunden habe.

Thema: Allgemein, Kulinarik, Weinwelt | Kommentare (0) | Autor: Joachim Rogginer