Mittwoch, 18.03.2020 – Tag 3 d. C.

Mittwoch, 18. März 2020 11:11

Distanz halten ist die Devise. Da ich im Prinzip ein Einsiedler bin und Leuten ohnehin aus dem Weg gehe, fällt mir das prinzipiell nicht schwer und in diesen Zeiten nicht auf. Zwei Leute sind ein Auflauf und drei Leute eine Revolution, sag ich.

Nur halt der Heurige, der Heurige …

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Dienstag, 17.03.2020 – Tag 2 d. C.

Dienstag, 17. März 2020 8:14

Ruhetag – aber nicht nur im Gasthaus Mann wie auch sonst immer. Ruhetag für viele, und für längere Zeit – Ruhetage, vielleicht Ruhewochen.

Das Gasthaus Mann bietet einen Lieferservice für Königsbrunn und Umgebung an, mit eingeschränkter Karte (2 Menüs), versteht sich. Der Getränkemarkt Bayer hat sein Angebot um Grundnahrungsmittel – abgesehen von Bier und Wein – erweitert und liefert auf Wunsch ebenfalls aus. Es ist gut, dass es wenigstens noch Reste von Infrastruktur im Ort gibt. Man sollte Gebrauch davon machen, um sie auch für die Zukunft zu erhalten.

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Montag, 16.03.2020 – Tag 1 d. C. (der Coronamaßnahmen)

Montag, 16. März 2020 10:41

Die Heurigen sind geschlossen. Wir werden aber nicht verhungern und nicht verdursten, auch wenn manche Leute so tun und mit bis obenhin gefüllten Einkaufswägen Schlange stehen, obwohl sie ohnehin Fett für ungefähr sieben Monate Fasten unter der Bauchhaut horten. Aber vielleicht gerade deshalb: unter einer Tageszufuhr von 12.000 kcal sind sie möglicherweise nicht so richtig fit.

Wie gesagt: wir werden nicht verhungern und nicht verdursten. Aber die Heurigen sind geschlossen. Irgendwie fühle ich mich an eine jiddische Erzählung über den Weltuntergang erinnert: Da wacht einer auf, die Welt ist untergegangen, und es schießt ihm ein: „Aber wo bekomme ich jetzt mein Bier her?“ Ich weiß nicht mehr, von wem die Geschichte ist und wie sie heißt, war es Mendele Moicher Sforim oder Fischl Schnerson, aber ich werde diese Details bei Gelegenheit nachreichen. Jetzt muss ich mich drum kümmern, wo ich meinen Wein herkrieg…

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Des Winters Untrost

Freitag, 13. Dezember 2019 19:25

Es sterben von des Sommers Bäumen
Die Blätter ab, die falben.
Du wälzest Dich in schweren Träumen
Und Untrost – allenthalben.

Vergangenheit ist alle Wärme,
Die Kälte kriecht in Deine Venen.
Du spürst die Würmer im Gedärme,
Erstarrt — in hoffnungslosem Sehnen.

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Abschied

Sonntag, 27. Oktober 2019 7:54

Hoch noch der Mais, doch fahl bald das Gras.
Erkahlend der Acker am Rande der Zeit.
Und sorglos sich paarend die Eintagsfliegen,
Leichtflügelig taumelnd ins Ende des Seins.
Verspätet sind wieder die Admiräle,
Umflügelnd die Blüten und träumend vom Süden,
Da hierorts herbstlich die Stürme bald wüten.
Und allzu strahlende Gedanken
Umwuchern unruhig die dunkelnde Zukunft.

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