
{"id":278,"date":"2009-03-25T22:22:51","date_gmt":"2009-03-25T21:22:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.living-lexicon.at\/sudelbuch\/?p=278"},"modified":"2009-03-26T11:34:25","modified_gmt":"2009-03-26T10:34:25","slug":"neubau-der-tullner-donaubrucke-und-die-folgen-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.living-lexicon.at\/sudelbuch\/literatur\/278\/neubau-der-tullner-donaubrucke-und-die-folgen-teil-1\/","title":{"rendered":"Neubau der Tullner Donaubr\u00fccke und die Folgen &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Ich war immer ein begeisteter Bahnfahrer. Derzeit wird einem aber die Liebe zur Eisenbahn sehr schwer gemacht. Genauer gesagt: die Liebe zur \u00d6BB, denn was sich in mir an \u00c4rger aufbaut, hat seine Ursachen nicht im Verkehrsmittel Eisenbahn an sich; es ist vielmehr die Einsicht, da\u00df offenbar die Verantwortlichen in schwierigen Zeiten versagen.<\/p>\n<p>Aber was rede ich da von &#8222;schwierigen Zeiten&#8220;: da\u00df da schon l\u00e4nger eine offenbar geballte Ladung an Ignoranz oder Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber den Bed\u00fcrfnissen der Bahnkunden, insbesondere der Pendler, am Werk ist, wurde mir bereits vor zwei, drei Jahren eklatant bewu\u00dft. Es gab etwa f\u00fcnf, sechs angnehmere Jahre nach Fertigstellung der Elektrifizierung der gesamten Franz-Josefs-Bahn-Strecke (das mu\u00df etwa 1999 gewesen sein), in denen die schnellsten Z\u00fcge von Wien nach Gm\u00fcnd (ich bin ein geb\u00fcrtiger Gm\u00fcnder, habe dort mein Elternhaus und Freunde und habe daher diese Z\u00fcge oft ben\u00fctzt) in weniger als zwei Stunden fuhren.\u00a0 Pl\u00f6tzlich, etwa 2006, wurde die Anzahl der Z\u00fcge auf dieser Strecke reduziert, im Gegenzug (das ist jetzt <em>nicht<\/em> der, auf den so viele Aufenthalte inmitten gr\u00fcner Wiesen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind) aber die Fahrzeit auf ca. 2 Stunden 20 Minuten erh\u00f6ht. Das ergibt eine Differenz von ungef\u00e4hr 20 Minuten. Angesichts der Tatsache, da\u00df die Elektrifizierung nicht zuletzt mit der k\u00fcrzeren Fahrzeit begr\u00fcndet wurde, ist das der blanke Hohn.<\/p>\n<p>Es hat sich also f\u00fcr mich schon abgezeichnet: da sitzen ein paar Knallt\u00fcten in der \u00d6BB-Dion oder noch h\u00f6her oben. Da\u00df besagte Knallt\u00fcten in besagten schwierigen Zeiten j\u00e4mmerlich versagen, war eigentlich zu erwarten. Ich rede jetzt nicht von der Wirtschaftskrise, das macht die Sache sicher nicht leichter und war auch nicht abzusehen. Aber die Sanierung der Tullner Donaubr\u00fccke <em>war<\/em> abzusehen, das mu\u00dfte ja langfristig geplant werden. <em>Wie <\/em>da geplant wurde, offenbart sich jetzt: Anschl\u00fc\u00dfz\u00fcge, die nicht warten, weil wir ja eh schon so sp\u00e4t dran sind (24.3.09, R2203). Nachdem man dann wieder in die Garnitur einsteigt, aus der man grade ausgestiegen ist, weil diese eh in 10 Minuten nach Wiener Neustadt weiterf\u00e4hrt, h\u00f6rt man pl\u00f6tzlich in Floridsdorf, da\u00df dieser Zug auch nicht weiterf\u00e4hrt. Versp\u00e4tungen von 20 Minuten, die erst angek\u00fcndigt werden, wenn der Zug schon 5 Minuten \u00fcberf\u00e4llig ist, sind auch sehr lustig.\u00a0 Besonders deshalb, weil man ja nicht wei\u00df, ob der Zug \u00fcberhaupt kommt, ist ja nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Man sollte sich Sammelklagen \u00fcberlegen. Da\u00df Menschen, die Zeitkarten gekauft haben, aufgrund der Umst\u00e4nde noch fr\u00fcher als \u00fcblich ihre Reise antreten, aber infolge des Chaos trotzdem nicht rechtzeitig in die Arbeit kommen, nur Fluchen \u00fcbrigbleibt, ist nicht einzusehen. Zumindest sollte man sich jetzt auf dieser Strecke besonders lang Zeit lassen, um bei der Kontrolle die Zeitkarte zu finden. Oder man sollte nur eine H\u00e4lfte herzeigen, weil man ja auch nur den halben &#8211; oder weniger als den halben &#8211; Service bekommt. Allerdings ist es auff\u00e4llig, da\u00df sich seit Montag auch die Schaffner rar machen. Ich habe diese Woche noch keinen durch die Wagen gehen sehen, sie schleichen nur herum, oder verstecken sich\u00a0in \u00a0ihren Dienstabteilen. Verst\u00e4ndlich, denn die k\u00f6nnen am wenigsten daf\u00fcr und h\u00f6ren wahrscheinlich immer nur: &#8222;Was seid&#8217;s denn ihr f\u00fcr Trottel etc. etc.&#8220;. Aber die Trottel sitzen viel weiter oben. Man kennt sie ja leider nicht. Zum Gl\u00fcck f\u00fcr sie. Aber das kann sich \u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich war immer ein begeisteter Bahnfahrer. Derzeit wird einem aber die Liebe zur Eisenbahn sehr schwer gemacht. 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