Beitrags-Archiv für die Kategory 'Politik'

Eisen, schenk! oder: Günstige Zeit, Versprechen einzulösen

Mittwoch, 21. Januar 2015 22:25

Eisen, schenk! Eisen, schenk!
Deines Worts sei eingedenk,
’s heißt sonst gleich, Du hättst’s gebrochen.
Schenke doch, was du versprochen!
Weißt Du noch die Jammerei
Deiner VS Nummer zwei?
„Wofür braucht’s a Bücherei?
Ebooks sind der letzte Schrei!“
„Fein, und lesen tun wir die
Mit schwarzer Parteimagie?“
Versprechen hält man nun einmal
Am besten erst nach einer Wahl,
Wenn man sie dann noch halten kann –
Denn vorher sind die Wähler dran.

Thema: Literatur, Lyrik, Menschlichkeit, Politik | Kommentare (1) | Autor:

Informationsveranstaltung am 25.9.2013 19:00 Uhr im Gasthaus Mann

Samstag, 14. September 2013 18:12

Weil die Sache einfach zu wichtig ist, publiziere ich den Termin, bei dem es um die Zukunft der Pfarre, des Pfarrgartens und die Erhaltung des Ortsbildes geht, und weil ich die Seite www.rettet-den-pfarrgarten-koenigsbrunn.at zwar redigiere und finanziere, diese aber nicht mein Sprachrohr, sondern jenes unserer Bürgerinitiative ist,  hier einfach nochmals. Alle, denen die Erhaltung des Pfarrgartens ein Anliegen ist, mögen erscheinen.

Übrigens: Kurioserweise fragen doch tatsächlich Leute, warum ich soviel Wind mache, wo doch noch gar nichts passiert ist. Ja warum wohl? Principiis obsta, sero medicina paratur, hat einmal Publius Ovidius Naso gemeint. Oder: ich würde micht auch nicht erst anschnallen, wenn ich schon im Straßengraben liege. Oder eine Feuerversicherung abschließen, wenn der Dachstuhl brennt.

 

 

Thema: Allgemein, Gesellschaft, Nachhaltigkeit, Politik, Religion, Umwelt | Kommentare (0) | Autor:

Königsbrunn am Wagram: Wohnanlage statt Pfarrgarten?

Samstag, 29. Juni 2013 16:59

Es geht ein Gerücht (und ich hoffe, es ist ein solches, aber ich fürchte, die Wahrscheinlichkeit, daß dem so ist, ist eher gering) um in Königsbrunn am Wagram: Die Kirche verkauft den Pfarrgarten (den Pfarrgrund unterhalb der Kirche) an Bauträger, die dort eine Wohnanlage mit 24 Wohnungen hinstellen soll. Sogenanntes „Betreutes Wohnen“ soll daraus werden. Großartig. Nichts gegen Betreutes Wohnen, aber ist das der richtige Standort?

Die Kirche sorgt selbst dafür, daß der Blick auf die Kirche (den hinter dem Pfarrgarten gelegenen Kirchturm) verstellt wird. Das Materielle trübt den Blick für das Spirituelle. Ein bezeichnendes Bild. Ganz zu schweigen vom Ortsbild, das hier verschandelt werden wird. Das erste, was man sehen wird, wenn man in die Kreuzung beim Schachinger, der sein Haus jetzt so schön hergerichtet hat, einfährt: Eine Wohnhausanlage. Wie romantisch! Ich finde, ein kleines Kohlekraftwerk wäre passender. Wir nehmen euch den Pfarrer weg, dafür kriegt’s ihr einen Wohnblock vor die Kirche gebaut.

Der Anreiz, nach Königsbrunn zu kommen, könnte schwinden. Und der Anreiz, es wieder zu verlassen, ganz plötzlich ganz groß werden.

Man kann nur hoffen, daß – falls hier wirklich was dran ist – die Bevölkerung und insbesondere die Anrainer hier noch ein Wörtchen mitreden können – und auch mitreden werden. Ich werde jedenfalls die Klappe ganz weit aufreißen, dessen kann sich jeder sicher sein. Und ob ich dann jemals wieder in der Kirche singen werde, weiß ich auch nicht. Ich werd‘ dann vielleicht nicht mehr hinfinden, weil mich ein Betonklotz an der Orientierung hindert.

Nachtrag: Für den Versuch, den Pfarrgarten Königsbrunn am Wagram zu retten, habe ich nun eine eigene Website www.rettet-den-pfarrgarten-koenigsbrunn.at eingerichtet. Hier Links zu den einzelnen Artikeln:
http://www.rettet-den-pfarrgarten-koenigsbrunn.at/?p=1
http://www.rettet-den-pfarrgarten-koenigsbrunn.at/?p=174
http://www.rettet-den-pfarrgarten-koenigsbrunn.at/?p=85
http://www.rettet-den-pfarrgarten-koenigsbrunn.at/?p=66
http://www.rettet-den-pfarrgarten-koenigsbrunn.at/?p=54
http://www.rettet-den-pfarrgarten-koenigsbrunn.at/?p=56
http://www.rettet-den-pfarrgarten-koenigsbrunn.at/?p=27

Thema: Allgemein, Gesellschaft, Politik | Kommentare (1) | Autor:

Die Verzungsstimme

Freitag, 1. März 2013 17:37

„Nutzen Sie daher Ihr Recht, zu wählen. Und nutzen Sie die Möglichkeit, unseren Landeshauptmann direkt zu wählen.“ Das sagt uns die landtagswahlwerbende Broschüre „aktuell“ der ÖVP Königsbrunn am Wagram.

Natürlich regt sich die SPÖ Königsbrunn darüber auf und meint in ihrem „Punktgenau“: „Der Landeshauptmann ist bei der Landtagswahl NICHT direkt zu wählen.“

Der angefochtene Satz ist zumindest zweideutig, und ganz unrecht hat die ÖVP-Broschüre nicht. Denn am 3.3.2013, ist – ob es einem paßt oder nicht – der blau-gelbe „Schau’n Sie“ – noch – unser Landeshauptmann. Und diese persona magis vel minus grata kann man direkt wählen, indem man ihr eine Vorzugsstimme gibt. Semantisch läßt sich der Satz insofern also durchaus mit der Niederösterreichischen Landesverfassung in Deckung bringen. Pragmatisch ist es wohl richtig: die ÖVP spielt mit der verfassungsrechtlichen Ignoranz der Bevölkerung und insinuiert, die Landtagswahl sei eine Wahl des Landeshauptmannes und NICHT des Landtags.

Was aber neu ist – und mit der Landesverfassung NICHT kongruent -, ist die „Verzungsstimme“.

Was ist das für ein neues Verfassungsrechtsinstitut, die „Verzungsstimme“? Eine Stimme, die man abgibt, um sich gleich darauf auf die Zunge zu beißen, weil man sie falsch abgegeben hat? Könnte gut sein. Oder eine Stimme, die nicht zählt, weil man sich eigentlich „verzungt“, also versprochen, hat? Auch in Ordnung, wenn das nur für die auf die ÖVP-Kandidaten entfallenden „Verzungsstimmen“ gilt. Ansonsten, würde ich sagen, braucht es schon einen Stopper für diese schleichende Verfassungsänderung durch die ÖVP.

Vielleicht ist es aber nur ein Schreibfehler. „Vorzugsstimme“ ist immerhin ein schwieriges Wort, da darf man schon zwei Fehler machen, zumal als Politiker.

Verzungsstimme

Verzungsstimme

Thema: Allgemein, Allotria, Gesellschaft, Politik, Sprache | Kommentare (0) | Autor:

Jäger erschießt Treiber: Übungsschießen forcieren

Donnerstag, 14. Februar 2013 12:46

Ein Treiber wird bei einer Wildschweinjagd im Bezirk Korneuburg versehentlich (!!) von einem Jäger erschossen. Das einzige, was dem Landesjagdverband dazu einfällt: Übungsschießen forcieren. Warum, fragt man sich da? Weil es kein Blattschuß war? Getroffen hat er ja eh, der gute (oder besser: schlechte, ja miserabel-elendigliche) Jäger.

Thema: Allgemein, Gesellschaft, Politik | Kommentare (0) | Autor: