Beiträge vom Juli, 2008

Ich furze mir die Seele aus dem Leib

Mittwoch, 30. Juli 2008 21:28

Ich furze mir die Seele aus dem Leib
Nach dem Genuß von Streptococcus lactis.
Dies ist ein Zeichen, daß mein Darm intakt is‘
Und außerdem ein schöner Zeitvertreib.

Man sagt, das sei ein Zeichen von Laktose-
Intoleranz, doch das ist nichts als Topfen!
Ich hör‘ es rattern, knattern, brummen, klopfen:
Ich furze, und ich hab‘ ’ne trock’ne Hose!

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Neubau der Tullner Donaubrücke

Dienstag, 22. Juli 2008 17:46

Man will das Projekt ja nicht geradezu verheimlichen, aber so richtig publik gemacht wurde es auch nicht. Angesichts der Tatsache, daß weiß der Teufel wie viele Menschen täglich diese Brücke benützen und sich rechtzeitig eine Alternative überlegen müssen und laut dieser Ausschreibungsinfo der Baubeginn bereits für 3. Quartal 2008 (und dieses hat bereits vor drei Wochen begonnen!) geplant war, wäre doch wohl eine gezieltere Information angebracht gewesen. Ich mußte es en passant auf einem Feuerwehrfest erfahren und hätte mir, der ich wöchentlich zehnmal diese Brücke in der Eisenbahn überquere, doch erwartet, daß die ÖBB Flugzettel auflegt – das macht sie ja sonst auch wegen nichtigerer Anlässe. Nur ganz verschämt ist von Sanierung und Ertüchtigung die Rede, aber keine Details. Auf der Heimseite von Tulln findet man dazu auch noch eine Information (Erneuerung Eisenbahnbrücken), die von einer „mindestens sechsmonatigen Sperre der Eisenbahnstrecke und einer viermonatigen Sperre der Straßenbrücke seitens der ÖBB“ im Jahre 2009 spricht.

Ich weiß nicht, ob ich der einzige bin, der davon nichts mitbekommen hat, aber bei einer entsprechenden Information hätte nicht einmal ich das verschlafen. Man macht ja sonst auch wegen jeden Schases einen Wind.

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Aum Schwednblods

Donnerstag, 17. Juli 2008 18:41

Aum Schwednblods
Is nimma fia de Schwedn  Blods,
Wäu duat de Schottn liegn –
Bis zum Schottnring.

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Navigation per Handy

Mittwoch, 16. Juli 2008 21:36

Im Zug. Stille. Dann steigt eine Frau mittleren Alters ein, eine typische ältere Tochter, gefährlich, weil sie bereits unüberhörbar mit ihrem Taschentelefon telefoniert. Mein Ruh‘ ist hin.

„Wo bist Du denn jetzt?“

……

„..Das Haus mit der grünen Fassade? Der Stierschneider? Das ist ja nicht grün, das ist türkis. Geh jetzt am Haus vorbei und rechts in das kleine Gässchen, Rosinenweg, dann kommt ein kleines Brückerl ….“

……

„Wo bist Du denn jetzt? …“

……

„Das Haus mit der grünen Fassade? Der Stierschneider? Die Fassade ist türkis, nicht grün. Geh jetzt am Haus vorbei und dann rechts in die Rosinengasse, oder Rosinenweg, so irgendwie heißt der…Du hast Deine Brille nicht dabei…und auch keine Leiter?“

…..

„Da steht ‚Stierschneider‘ drauf…Nein, der heißt nur so, das ist kein Fleischhacker, das ist ein vegetarisches Restaurant….Was steht da drauf?…“

…..

„Also das Haus mit der grünen Fassade…nein, mit der türkisen Fassade, Du gehst vorbei…“

……

„…nein, keine türkische Fassade, eine TÜR-KI-SSSSE Fassade …. ja, Stierschneider, ….“

Ich richte mich etwas auf. Ich bebe. Ich weiß, alle werden mich anstarren, aber ich kann nicht anders:

„Vielleicht ist sie in der falschen STADT!“

Die Telefoniererin grinst mich kurz an, findet offenbar witzig, wodurch ich einen permanenten akustischen Affront zu beendigen glaubte. Sie grinst und telefoniert weiter.

Es ist nicht die falsche Stadt. Es ist der falsche Himmelskörper. Schießt sie auf den Mond, beide!

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