Beitrags-Archiv für die Kategory 'Umwelt'

Informationsveranstaltung am 25.9.2013 19:00 Uhr im Gasthaus Mann

Samstag, 14. September 2013 18:12

Weil die Sache einfach zu wichtig ist, publiziere ich den Termin, bei dem es um die Zukunft der Pfarre, des Pfarrgartens und die Erhaltung des Ortsbildes geht, und weil ich die Seite www.rettet-den-pfarrgarten-koenigsbrunn.at zwar redigiere und finanziere, diese aber nicht mein Sprachrohr, sondern jenes unserer Bürgerinitiative ist,  hier einfach nochmals. Alle, denen die Erhaltung des Pfarrgartens ein Anliegen ist, mögen erscheinen.

Übrigens: Kurioserweise fragen doch tatsächlich Leute, warum ich soviel Wind mache, wo doch noch gar nichts passiert ist. Ja warum wohl? Principiis obsta, sero medicina paratur, hat einmal Publius Ovidius Naso gemeint. Oder: ich würde micht auch nicht erst anschnallen, wenn ich schon im Straßengraben liege. Oder eine Feuerversicherung abschließen, wenn der Dachstuhl brennt.

 

 

Thema: Allgemein, Gesellschaft, Nachhaltigkeit, Politik, Religion, Umwelt | Kommentare (0) | Autor:

Regionale Küche

Freitag, 23. August 2013 18:00

Es köcheln Kartoffeln aus Absdorf,
Der Karpfen aus Tulln,
Gewürzt mit Knoblauch aus Stockerau,
Erwartet die köstliche Kruste,
Bereitet aus Wagramer Walnuß.
Karotten, Karfiol und Kohlrabi
Aus eigenem Garten zu Königsbrunn
Schmoren schon in der Pfanne.
Zum Fisch Salat aus frischen Fisolen,
Die wachsen auch vor der Haustür.
Und alles begleitet und krönt
Vom Wagram ein Weißwein.

Thema: Ernährung, Kulinarik, Literatur, Lyrik, Nachhaltigkeit, Umwelt | Kommentare (0) | Autor:

Die Königsbrunner Kellergasse

Montag, 15. April 2013 4:00

Fährt man auf der Niederösterreichischen Landesstraße 14, die in ihrem Verlauf ständig ihren Namen wechselt und bald Wagramstraße, bald Wiener Straße, Kremser Straße oder Alte Weinstraße heißt und schon facettenreich schillert wie der Wagramer Wein, durch Königsbrunn am Wagram, kommt man etwa in der Ortsmitte an eine Kreuzung, an der man Richtung Süden auf die S5 weiterfahren kann.

Man kann aber – und das empfiehlt sich – nach Norden, in Richtung Ruppersthal (das als Geburtsort des Komponisten und Klavierfabrikanten Ignaz Franz Pleyel und Sitz des Pleyel-Museums für kulturgeschichtlich Interessierte auch als Alibi herhalten kann) abzweigen, und dann ist man in der Königsbrunner Kellergasse, oder besser gesagt in deren Hauptteil, der sich „Am Bromberg“ nennt.

Mählich steigt sie als Hohlweg den Wagram hinan, vorbei an großen Preßhäusern und einem kleinen Fischteich, der von Nußbäumen beschattet und der im Jahre 1999 renovierten Lourdes-Kapelle beschützt wird. Hier ist gut Verweilen für Katholiken und Kinder, Asketen und Antialkoholiker. Diese Kapelle ist eine Station des Jakobsweges, Pilger können hier mit Wasser aus einem Wasserkeller ihren Durst stillen, und gleich hinter der Kapelle hat die Gemeinde ihren jüngsten Bewohnern einen Spielplatz beschert.

Für Antiabstinenzler hat die Kellergasse aber natürlich am meisten zu bieten. Von den etwa 60 vielgestaltigen Kellern, Preßhäusern und Vorkappeln sind die meisten noch gut erhalten oder mehr oder weniger geschmackvoll renoviert. Aber selbst die wenigen verfallenen Keller fügen sich harmonisch in das Ensemble ein, als nicht zu aufdringliches, aber stetiges Memento mori auf einem vielleicht weinseligen Rundgang.

Am letzten Wochenende in den Sommerferien ist allerdings Vorsicht angebracht, denn da gehen mehr Leute in der Kellergasse, als Leute in die Kellergasse gehen. An diesen Tagen findet seit 1997 das mittlerweile legendäre Königsbrunner Kellergassenfest statt, an dem fast jeder Keller etwas zu bieten hat. Im daran anschließenden Weinherbst, der bis zur Weintaufe Mitte November dauert, hat dann jede Woche zumindest ein Winzer ausgesteckt.

Ein weiterer Fixpunkt im Jahreslauf der Kellergasse ist der „Advent im G’wölb“ am letzten Adventsonntag, ein vorweihnachtliches Konzert des Königsbrunner Kammerchores, das seit vielen Jahren im Keller der Familie Mann stattfindet, der sich mit dem mehr oder weniger sympathischen Motto „Arbeit ist des Menschen Los“ präsentiert.

Die Kellergasse endet, wie so vieles, am Friedhof. Ein weiteres Memento mori, oder auch eine Aufforderung zur Umkehr – vielleicht ist ja auch eine abermalige Einkehr damit verbunden.

Thema: Allgemein, Kulinarik, Umwelt, Weinwelt | Kommentare (1) | Autor:

2013 – Jahr der Schlange?

Dienstag, 1. Januar 2013 12:42

Das Jahr 2013 ist – so sagt mir Wikipedia – nach dem chinesischen Kalender das Jahr der Schlange. Nach dem, was ich gestern, beim Jahreswechsel von 2012 auf 2013, gesehen habe und heute am Müll, der überall verstreut herumliegt, hätte ich gesagt: es ist das Jahr des Schweines.
Aber das ist lediglich ein spontaner Gedanke und, wenn man es recht bedenkt, natürlich Unsinn, denn 2013 wird wohl nicht viel besser und nicht viel schlechter sein als 2012.
Solche Attribute erübrigen sich ohnehin, solange auf diesem Planeten die Species Homo sapiens – die differentia specifica „sapiens“ ist natürlich ebenso unwahr wie überheblich – das Sagen hat. Solange wird sich nichts Wesentliches ändern. Auch 2013 nicht.
Was bleibt vom Silvester? Ein schaler Nachgeschmack, die lapidare Gewißheit, daß der Mensch ein Schwein ist und die schmerzliche Gewißheit, daß er ein Schwein bleiben wird. Tempora mutantur, sed non mutamur in illis. Nichts wird sich ändern. Nichts Wesentliches.

Thema: Allgemein, Gesellschaft, Umwelt | Kommentare (0) | Autor: