Beiträge vom August, 2011

15. Königsbrunner Kellergassenfest (2.- 4.9.)

Dienstag, 30. August 2011 6:42

Lassen Sie sich mit regionalen Schmankerln und exzellentem Wein vom Wagram verwöhnen beim

15. Königsbrunner Kellergassenfest

vom Freitag, 2. bis Sonntag, 4.9.2011 (Freitag ab 17 Uhr, Samstag ab 15 Uhr, Sonntag ab 11 Uhr).

Erstmals gibt es in diesem Rahmen in einem mit der „Natur im Garten„-Plakette ausgezeichneten Garten die Ausstellung „Kunst im Garten“, bei der Keramik sowie Textiles gezeigt und natürlich verkauft wird.

Vorschau: Auch am Samstag, den 26. und Sonntag, den 27. November 2011 wird es von 10:00 bis 19:00 Uhr ein vorweihnachtliches „Kunst im Garten“, diesmal auch mit Schmuck, geben. Sie können sich dort mit stilvollen Weihnachtsgeschenken aus der Region eindecken.

Thema: Allgemein, Gesellschaft, Kulinarik, Weinwelt | Kommentare (0) | Autor:

Hohltöner

Samstag, 27. August 2011 5:54

Es gibt Menschen, die klingen hohl, wenn man an sie klopft. Sie klingen auch hohl, wenn man NICHT an sie klopft, denn sie sind nicht nur Hohlklinger, sondern auch Selbstklinger, Idiophone, sie klingen ungefragt.

Man kann sich am besten vor ihnen und dem, was sie sagen, schützen, wenn man die sicheren Kennzeichen kennt.

Sehr oft sind es sind die Sinn-Macher, die NOT-Wender, die Bereits-Schoner und Bloß-Nurer, die Auf-Einen-Zu-Kommer, die Realisierer.

Alle sind sie Nachplapperer, sie denken nichts, sie sagen nichts, sie reden nur. Seid gewarnt vor ihnen, es sind ihrer bereits sehr viele! Und letztens sind die Rettungsschirmlinge dazugestoßen.

Thema: Allgemein, Allotria, Gesellschaft, Literatur, Prosa | Kommentare (0) | Autor:

Sozialismus heute

Freitag, 26. August 2011 3:04

Ein offener, lyrischer Brief an die Genossen an höchster Stelle

Früher konntest du nicht hinschau’n,
Und heute? Heute schaust du weg.

Früher konntest du nicht riechen,
Wovor du heut‘ die Nase rümpfst.

Die früher auf dich setzten, hören,
Wie du zu allem – schweigst.

Und machst du doch einmal den Mund auf,
Sieht man, daß ihm die Zähne fehlen.

Wirst du zum Greis? Für eine Weltidee
Sind hundertfünfzig Jahre doch kein Alter!

Eingetauscht hast du die Zähne
Für ein paar Jahre müder Macht!

Du beißt nicht mehr, du tanzt nur mehr
Auf dem politischen Parkett,
Und rot sind nur mehr deine Fingernägel.

Thema: Gesellschaft, Literatur, Lyrik, Politik | Kommentare (0) | Autor:

Beim Klang der Orgel

Donnerstag, 25. August 2011 3:59

Das machtvoll-zarte Atmen ihres Klanges
Hat schon dein Herz in Frömmigkeit getaucht,
Noch eh‘ der erste Ton ihres Gesanges
Das weihrauchtrunkne Heiligtum durchhaucht.

Sie hebt zu singen an. In ihren Pfeifen
Erbebt, von ernster Botschaft schwer, die Luft.
Akkorde reifen, türmen sich, ergreifen,
Und ahnungsvoll verstummst du, wenn sie ruft.

Zur Reue ruft Register um Register,
Es tönet allversöhnend das Manual,
Und alle Menschen werden dir Geschwister,

Wenn dich ihr Heer von Harmonien umtost.
Du glühst, belebt von ihres Schalles Strahl,
Und ihr „Memento mori“ wird dir Trost

Thema: Literatur, Lyrik, Musik | Kommentare (0) | Autor:

Strahlende Zeiten

Mittwoch, 24. August 2011 3:11

Zerbebt hat aufs neue
Der All-Erschüttrer
Bebautes Land.

Bebaut von der Hybris,
Die selbst sich aufwirft
Zum Herrn des Alls.

Viel kann sie berechnen,
Doch nichts vermag sie
Vorauszusehn.

Vergangnes vermerkt sie
In den Annalen,
Doch merkt sich nichts.

Zerstrahlt hat aufs neue
Der Erd-Vernichter
Belebtes Land.

Belebt, doch wie lang noch,
Wenn Wermut Wasser
Verbittern wird.

Dann trinke in Hochmut,
Und hoffe, Stolzer,
Daß jemand dir gnädig sei.

 

Nachsatz: 1986 beendete der österreichische Ethologe Otto König eine Folge seiner Sendung Rendezvous mit Tier und Mensch mit etwa folgenden Worten:

In der Apokalypse des Johannes, Kapitel 8, Vers 10-11, steht geschrieben:

10. Und der dritte Engel blies seine Posaune; und es fiel ein großer Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel und fiel auf den dritten Teil der Wasserströme und auf die Wasserquellen. 11 Und der Name des Sterns heißt Wermut. Und der dritte Teil der Wasser wurde zu Wermut, und viele Menschen starben von den Wassern, weil sie bitter geworden waren.

Der Wermut gehört zu den Beifußgewächsen. Die Beifußgewächse heißen auf Russisch „Tschernobylija“.

Thema: Gesellschaft, Literatur, Lyrik | Kommentare (0) | Autor: