Beiträge vom März, 2013

Nachdenklich

Sonntag, 31. März 2013 17:15

(in memoriam Adolf Kainz)

Ich denke nach – ich denke nach …
Ich denke an das Kommen, Gehen.
Wo sind sie alle, die da waren,
Wo sind sie, die da gingen, gehen,
Zurück uns lassend, uns beschattend,
Im Schattenspiel, zurück sie sehnend,
Zurück sie sehnend aus dem Nichts?
Das Nichts, aus dem sie zu uns reden
Des Nachts aus schwereleichten Träumen,
Es wird dereinst auch – morgen, heute –
Es wird auch unsre Heimat sein.
Ich denke nach: und wer wird denken
An mich, wenn ich gegangen bin?
– Am Ende sind wir Schatten. Alle.

Thema: Literatur, Lyrik, Philosophie | Kommentare (0) | Autor:

Kunst im Garten: 4. – 5. Mai 2013

Freitag, 29. März 2013 11:56

KIG 2012

Im  „Natur im Garten“-Garten in 3465 Königsbrunn am Wagram, Rathausplatz 12 findet am Samstag, 4. und Sonntag, 5. Mai 2013 von 10-19 Uhr bereits zum siebten Mal die Veranstaltung „Kunst im Garten“ statt, bei dem regionale KünstlerInnen ihr Handwerk präsentieren:

Martina Müller: Keramik
Jasmin Mayer: Schmuck
Werner Hübl: Süßes, Saures und Getrocknetes vom Wagram

Im Rahmen dieser Veranstaltung ist auch eine Besichtigung des Gartens möglich.

Nachlesen zu den letzten „Kunst im Garten“-Veranstaltungen finden Sie auf Wagramkreativ sowie hier .
Auf Ihren Besuch freuen sich die Veranstalter.

Genießen Sie auch die Weine und Speisen der Region im Gasthaus Mann

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor:

Zum Rücktritt Benedikts XVI.

Dienstag, 12. März 2013 19:16

Nicht gerade als Freund des Klerus, aber als Freund menschlicher Größe darf ich den Rücktritt Joseph Ratzingers alias Benedikt XVI. als Ausdruck solch menschlicher Größe bezeichnen, ohne gleich in den Ruch der Romhörigkeit zu kommen.
Ich ziehe den Hut vor dieser Entscheidung, an der sich in der heutigen Zeit der Rücktrittsresistenz etliche Politiker ein Beispiel nehmen könnten, die nicht einmal dann zurücktreten, wenn ihnen das Wasser bis zum ihren hirnlosen und charakterlosen Kopf tragenden Hals steht.

Man könnte sich vorstellen, daß der nächste Papst Benedikt XVII. heißen wird, quasi als vor Joseph Ratzinger gezogener Hut.

Thema: Allgemein, Gesellschaft, Menschlichkeit, Religion | Kommentare (0) | Autor:

Die Verzungsstimme

Freitag, 1. März 2013 17:37

„Nutzen Sie daher Ihr Recht, zu wählen. Und nutzen Sie die Möglichkeit, unseren Landeshauptmann direkt zu wählen.“ Das sagt uns die landtagswahlwerbende Broschüre „aktuell“ der ÖVP Königsbrunn am Wagram.

Natürlich regt sich die SPÖ Königsbrunn darüber auf und meint in ihrem „Punktgenau“: „Der Landeshauptmann ist bei der Landtagswahl NICHT direkt zu wählen.“

Der angefochtene Satz ist zumindest zweideutig, und ganz unrecht hat die ÖVP-Broschüre nicht. Denn am 3.3.2013, ist – ob es einem paßt oder nicht – der blau-gelbe „Schau’n Sie“ – noch – unser Landeshauptmann. Und diese persona magis vel minus grata kann man direkt wählen, indem man ihr eine Vorzugsstimme gibt. Semantisch läßt sich der Satz insofern also durchaus mit der Niederösterreichischen Landesverfassung in Deckung bringen. Pragmatisch ist es wohl richtig: die ÖVP spielt mit der verfassungsrechtlichen Ignoranz der Bevölkerung und insinuiert, die Landtagswahl sei eine Wahl des Landeshauptmannes und NICHT des Landtags.

Was aber neu ist – und mit der Landesverfassung NICHT kongruent -, ist die „Verzungsstimme“.

Was ist das für ein neues Verfassungsrechtsinstitut, die „Verzungsstimme“? Eine Stimme, die man abgibt, um sich gleich darauf auf die Zunge zu beißen, weil man sie falsch abgegeben hat? Könnte gut sein. Oder eine Stimme, die nicht zählt, weil man sich eigentlich „verzungt“, also versprochen, hat? Auch in Ordnung, wenn das nur für die auf die ÖVP-Kandidaten entfallenden „Verzungsstimmen“ gilt. Ansonsten, würde ich sagen, braucht es schon einen Stopper für diese schleichende Verfassungsänderung durch die ÖVP.

Vielleicht ist es aber nur ein Schreibfehler. „Vorzugsstimme“ ist immerhin ein schwieriges Wort, da darf man schon zwei Fehler machen, zumal als Politiker.

Verzungsstimme

Verzungsstimme

Thema: Allgemein, Allotria, Gesellschaft, Politik, Sprache | Kommentare (0) | Autor: