Strahlende Zeiten

Mittwoch, 24. August 2011 3:11

Zerbebt hat aufs neue
Der All-Erschüttrer
Bebautes Land.

Bebaut von der Hybris,
Die selbst sich aufwirft
Zum Herrn des Alls.

Viel kann sie berechnen,
Doch nichts vermag sie
Vorauszusehn.

Vergangnes vermerkt sie
In den Annalen,
Doch merkt sich nichts.

Zerstrahlt hat aufs neue
Der Erd-Vernichter
Belebtes Land.

Belebt, doch wie lang noch,
Wenn Wermut Wasser
Verbittern wird.

Dann trinke in Hochmut,
Und hoffe, Stolzer,
Daß jemand dir gnädig sei.

 

Nachsatz: 1986 beendete der österreichische Ethologe Otto König eine Folge seiner Sendung Rendezvous mit Tier und Mensch mit etwa folgenden Worten:

In der Apokalypse des Johannes, Kapitel 8, Vers 10-11, steht geschrieben:

10. Und der dritte Engel blies seine Posaune; und es fiel ein großer Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel und fiel auf den dritten Teil der Wasserströme und auf die Wasserquellen. 11 Und der Name des Sterns heißt Wermut. Und der dritte Teil der Wasser wurde zu Wermut, und viele Menschen starben von den Wassern, weil sie bitter geworden waren.

Der Wermut gehört zu den Beifußgewächsen. Die Beifußgewächse heißen auf Russisch „Tschernobylija“.

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Meer sollte er heißen

Dienstag, 23. August 2011 4:08

Aus einem der prachtvollsten
Pokale Polyhymnias
Perlt es beständig
Und glitzert dein Ohr an.

Es glitzert dein Ohr an:
Fragend und wissend,
Verzweifelnd und hoffend,
Trauernd, frohlockend,
Und doch immer hoffend.

Welle um Welle
des mächtigen Meeres
An Tönen erfaßt dich
Gewaltig — gewaltig!
Du aber schwimmst
Harmonisch im Melos.

Staunend erstarrst Du
Und faßt nicht die Größe
Des Werks noch des Willens,
Du läßt dich nur fallen,
Denn seine Musik,
Sie fängt dich und läßt dich
Dein Lebtag nicht los.

Unendlich ist nichts,
Wenn nicht er und sein Gott,
Dem er alles gewidmet.
Und ewig fließt Johann
Sebastian Bach.

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Popule meus

Montag, 22. August 2011 19:08

Mein Volk, was hab‘ ich dir getan,
daß du den Garten mir verwüstest,
den Garten, den ich dir vertraut? (Gen 2,8-9)

Womit hab‘ ich dich so vergrämt,
daß du das Wasser mir vergiftest,
das ich dir aus dem Felsen schlug? (Ex 17,1-7)

Den Tisch, den ich für dich gedeckt: (Ps 23)
Du trittst ihn achtlos um ? –
– Warum?

Ist dir nicht grün genug mein Garten?
Sind meine Beete dir zu brach,
Zu ärmlich meine Äcker dir?
Schmeckt denn nach Wermut dir mein Wasser? (Offb 8,11)
Ist dir an meinem Tisch das Mahl
Zu frugal?

Du steckst dein Haus – MEIN Haus – in Brand,
und dann rufst du mich an?
Mein Volk, was hab ich dir getan?

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Ernst Strasser: Ich gebe jedem die Hand ….

Mittwoch, 23. März 2011 7:21

„Ich gebe jedem die Hand, sofern er etwas hineinlegt ….“

Handshake mit Ernst Strasser

Handshake mit Ernst Strasser

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Winter am Wagram

Samstag, 15. Januar 2011 18:34

Miniatur für Klavier – Stimmungsbild des winterlichen Wagram.

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