Natur

Samstag, 26. Januar 2008 21:18

Schlammdunstende Wiesen, fröschlich verbrämt,
So kaulquappend gestern, doch heut‘ unverschämt
Nach Froschweibchen gierig, wie Seemann nach Hur.
Der Laie spricht: Scheußlich! Der Fachmann: Natur!

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Herbstgefühl

Samstag, 26. Januar 2008 21:18

Einstens Blätter,
Jetzt nur Laub.
So zerfällst auch
Du zu Staub.

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Geständnis des Reichen

Samstag, 26. Januar 2008 21:17

Du
Gabst alles, was du hattest.
Ich
Frönte allem, was du gabst.
Und trotzdem gab ich dir
Nicht einen Teil davon zurück.
Schamlos hab ich dich ausgenützt,
Geliebtes
Scheckbuch!

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Die Zeit

Samstag, 26. Januar 2008 21:17

Schwarzer Reiter auf rasendem Roß,
Du fliehest dahin und nimmst mit dir
Die süßen Brombeeren jeglichen Sommers.
Die warmen Wasser der glitzernden Wogen.
Die küssenden Kiefer kerniger Mädchen.
Des Freundes, der Freundin erfrischende Worte.
Das Dröhnen der nächtlichen Frösche.
Das Zirpen grillenhafter Sirenen.
Die Lust der Musen, sich hinzugeben.
Die frohen Lieder, die Mut ihnen machten.
Die Blüten praktischer Blumen,
Die Blätter kühlender Bäume.
Die Kindheit, die Jugend, das Mannesalter,
Und letztlich auch noch mich.
Was aber bleibet, das stiftet kein Dichter,
Was bleibet, bist du, Gott im Uhrgehäuse.

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Schlaflose Nächte

Samstag, 26. Januar 2008 21:16

Unablässig zupfst du mich am Nachthemd,
Und hast dein Bett doch anderswo.
Beharrlich kriechst du unter meine Lider,
Und kröchst doch besser unter meine Decke.
Wie spreizt du dich, will ich dich
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