Beitrags-Archiv für die Kategory 'Literatur'

Diva Krallas oder Unsre Wagramwalze

Montag, 5. April 2010 16:47

Unser birnenförmiger Katzenkater Topolino vulgo Krallo vulgo Hornbach vulgo Wagramwalze vulgo WaWa vulgo Wawolito hat sich vor das Katzenkisterl drapiert. Wie eine javanische Warzenschlange ergießt sich der Wagramwalze weiche warme Wattewampe über den Teppich. Wie eine verfettete Diva sieht er aus. Schläfrig zwinzelt er mich an. Weiterlesen

Thema: Allotria, Literatur, Prosa, Schnurrlinge | Kommentare (0) | Autor: Joachim Rogginer

Ostermesse 2010 – Schuberts Messe D167

Sonntag, 28. März 2010 15:47

Am Ostersonntag, den 04.04.2010 um 09.45 Uhr wird der Königsbrunner Kammerchor unter der Leitung von Johannes Kobald den Ostergottesdienst in der Königsbrunner Pfarrkirche mit der Messe in G-Dur, D167, von Franz Schubert gestalten.

Der Königsbrunner Kammerchor freut sich auf Ihren Besuch!

Thema: Literatur | Kommentare (0) | Autor: Joachim Rogginer

Neubau der Tullner Donaubrücke und die Folgen – Teil 1

Mittwoch, 25. März 2009 22:22

Ich war immer ein begeisteter Bahnfahrer. Derzeit wird einem aber die Liebe zur Eisenbahn sehr schwer gemacht. Genauer gesagt: die Liebe zur ÖBB, denn was sich in mir an Ärger aufbaut, hat seine Ursachen nicht im Verkehrsmittel Eisenbahn an sich; es ist vielmehr die Einsicht, daß offenbar die Verantwortlichen in schwierigen Zeiten versagen.

Aber was rede ich da von “schwierigen Zeiten”: daß da schon länger eine offenbar geballte Ladung an Ignoranz oder Gleichgültigkeit gegenüber den Bedürfnissen der Bahnkunden, insbesondere der Pendler, am Werk ist, wurde mir bereits vor zwei, drei Jahren eklatant bewußt. Es gab etwa fünf, sechs angnehmere Jahre nach Fertigstellung der Elektrifizierung der gesamten Franz-Josefs-Bahn-Strecke (das muß etwa 1999 gewesen sein), in denen die schnellsten Züge von Wien nach Gmünd (ich bin ein gebürtiger Gmünder, habe dort mein Elternhaus und Freunde und habe daher diese Züge oft benützt) in weniger als zwei Stunden fuhren.  Plötzlich, etwa 2006, wurde die Anzahl der Züge auf dieser Strecke reduziert, im Gegenzug (das ist jetzt nicht der, auf den so viele Aufenthalte inmitten grüner Wiesen zurückzuführen sind) aber die Fahrzeit auf ca. 2 Stunden 20 Minuten erhöht. Das ergibt eine Differenz von ungefähr 20 Minuten. Angesichts der Tatsache, daß die Elektrifizierung nicht zuletzt mit der kürzeren Fahrzeit begründet wurde, ist das der blanke Hohn.

Es hat sich also für mich schon abgezeichnet: da sitzen ein paar Knalltüten in der ÖBB-Dion oder noch höher oben. Daß besagte Knalltüten in besagten schwierigen Zeiten jämmerlich versagen, war eigentlich zu erwarten. Ich rede jetzt nicht von der Wirtschaftskrise, das macht die Sache sicher nicht leichter und war auch nicht abzusehen. Aber die Sanierung der Tullner Donaubrücke war abzusehen, das mußte ja langfristig geplant werden. Wie da geplant wurde, offenbart sich jetzt: Anschlüßzüge, die nicht warten, weil wir ja eh schon so spät dran sind (24.3.09, R2203). Nachdem man dann wieder in die Garnitur einsteigt, aus der man grade ausgestiegen ist, weil diese eh in 10 Minuten nach Wiener Neustadt weiterfährt, hört man plötzlich in Floridsdorf, daß dieser Zug auch nicht weiterfährt. Verspätungen von 20 Minuten, die erst angekündigt werden, wenn der Zug schon 5 Minuten überfällig ist, sind auch sehr lustig.  Besonders deshalb, weil man ja nicht weiß, ob der Zug überhaupt kommt, ist ja nicht ausgeschlossen.

Man sollte sich Sammelklagen überlegen. Daß Menschen, die Zeitkarten gekauft haben, aufgrund der Umstände noch früher als üblich ihre Reise antreten, aber infolge des Chaos trotzdem nicht rechtzeitig in die Arbeit kommen, nur Fluchen übrigbleibt, ist nicht einzusehen. Zumindest sollte man sich jetzt auf dieser Strecke besonders lang Zeit lassen, um bei der Kontrolle die Zeitkarte zu finden. Oder man sollte nur eine Hälfte herzeigen, weil man ja auch nur den halben – oder weniger als den halben – Service bekommt. Allerdings ist es auffällig, daß sich seit Montag auch die Schaffner rar machen. Ich habe diese Woche noch keinen durch die Wagen gehen sehen, sie schleichen nur herum, oder verstecken sich in  ihren Dienstabteilen. Verständlich, denn die können am wenigsten dafür und hören wahrscheinlich immer nur: “Was seid’s denn ihr für Trottel etc. etc.”. Aber die Trottel sitzen viel weiter oben. Man kennt sie ja leider nicht. Zum Glück für sie. Aber das kann sich ändern.

Thema: Literatur | Kommentare (0) | Autor: Joachim Rogginer

Anagrammatische Polymerelegie

Donnerstag, 5. März 2009 22:17

Lindre, Thelyr, meinen Schmerz!
Valex
, Leidbezwinger, sei auf meiner Seite!
Es griff der Lorfant mich empfindlich an
Und rannte mir sein Horn in meine Seele.
Tyron
, Tyrine, Zwillingsgötter ihr, erbarmt euch meiner!
Ich bin ein Sinker sonst im Strom der Zeiten!
Schicksal, du Lude, was verschworst du dich gen mich?
Schicksal, gib Antwort, ewiges Vexon!

Die Basisworte der Anagramme (Delrin, Hytrel, Elvax, Tarflon, K-Resin, Ryton, Rynite, Udel, Zenite, Novex) sind eingetragene Warenzeichen der Firmen DuPont (Delrin, Hytrel, Elvax, Rynite, Udel, Zenite, Rynite), Chevron Phillips (K-Resin, Ryton), Idemitsu (Tarflon) und Ineos (Novex). Da es sich hiebei um ein literarisches Elaborat handelt, kann und will ich naturgemäß weder technische Datenblätter noch Verarbeitungshinweise liefern. Etwaige Spritzgießer, die auf diese Seite gelangt sind, mögen sich bitte an die Firma Biesterfeld Interowa, Wien, 01/5123571, info@interowa.at, wenden, die diesbezüglich in kompetenter und langbewährter Manier weiterhilft.

Thema: Allotria, Lyrik | Kommentare (0) | Autor: Joachim Rogginer

Wie soll die Katze heißen?

Sonntag, 15. Februar 2009 19:24

Nachdem wir vor drei Monaten unser jüngstes Familienmitglied, eine rote Tigerkatze, auf dem Dachboden aufgelesen hatten, tauften wir es “Topolino”, weil es grad so groß wie eine kleine Maus war – na ja, etwas größer vielleicht.

Dann, als der kleine Ganove begann, seine Krallen gegen meine Haut einzusetzen, nannte ich ihn, frei nach dem dreckigen Gangster Kater Carlo, Kater Krallo. Das ergab überdies ein sich perfekt reimendes Grußwort: “Hallo, Krallo!”.

Jetzt, da sich das Mistvieh den ganzen Tag mit annähernd Lichtgeschwindigkeit durch das Haus bewegt, hier einen Wollfaden jagt, dort überprüfen muß, was sich unter dem Teppich befindet, da es also für ihn immer was zu tun gibt, überlegen wir uns einen neuen Namen: ich denke, wir werden ihn Hornbach nennen.

Thema: Allotria, Prosa, Schnurrlinge | Kommentare (0) | Autor: Joachim Rogginer